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27

Feb

2013

Mole Nationalpark

Mole Nationalpark
Mole Nationalpark

Dieses Wochenende fing schon früher an als normal. Da wir einen etwas längeren Trip in den tiefsten Norden des Landes geplant haben, da Sarahs Schwester aus Deutschland zu Besuch war und wir in den Mole Nationalpark wollten. Am Mittwochnachmittag haben sich Marlen und ich dann mit Sarah, ihrer Zwillingsschwester Lisa und zwei anderen Freiwilligen Bianka und Eva, in Accra getroffen. Um 23 Uhr ging es dann via V.V.I.P Bus mit A/C los nach Kumasi. Die Busfahrt bestand hauptsächlich aus Frieren und Schlafen! :( Nach 6 Stunden in Kumasi angekommen, sind wir gleich in ein Taxi gesprungen, um einen Überfall zu vermeiden. Weiter von dort aus ging es dann mit einem Metro Bus nach Tamale. Das war eine sehr unbequeme Angelegenheit, da wir in 3er- Reihen auf sehr schmalen Sitzen saßen. Und wenn dann eine ghanaische Frau mit ihrem sehr gut gebauten Hinterteil neben einem sitzt hat man gleich nur noch die Hälfte des Sitzes! :D Als die nächsten weiteren 6 Stunden dann auch überstanden waren, kamen wir auf einer sehr entlegenen Station in Tamale gegen Mittag an. Hier hieß es dann erstmal um die Tickets für den Anschlussbus nach Larabanga streiten, da nur einmal ein Bus zum Mole Nationalpark fährt. Wie sollte es auch anders sein? – Warten, warten, warten! Und dann kam der Bus endlich gegen 5 Uhr an. Die Toiletten hier waren nicht wirklich hygienisch! Es waren zwar ovale Löcher im Boden vorhanden, so dass man darauf schließen konnte, dass dort einmal Toiletten gestanden haben. :D Nachdem wir dann nach weiteren 4 Stunden Fahrt endlich Donnerstag Abend gegen 21 Uhr in unserem Guesthouse in Larabanga angekommen sind, wollten wir alle nur noch eine Eimerdusche genießen und endlich ins Bett. Unsere Schlafgelegenheit war wirklich top! Wir hatten zwei dreier Zimmer und dahinter Grenze direkte die unendlich Weite des Nationalpark.  Viel Schlaf hatten wir nicht, da wir gleich am nächsten Morgen um 6 Uhr fertig sein mussten, dass wir mit unserem Jeep zur Zentrale fahren konnten, dass wir noch einen Guide für die Walking Tour bekommen. Um kurz nach 7 ging es dann zu Fuß los in den Nationalpark. Es war sehr gruselig, da der Guide eine riesige Waffe bei sich trug, aber nachdem ich ihn fragte, ob er sie jemals benutzt hatte, sagte er, dass er sie nur mal genutzt hat, um ein verwundetes Tier zu erlösen. Wie 6 Weiber auf einem Haufen nun mal sind, haben wir ziemlich viel gequatscht. :D Irgendwann weiß uns unser Guide darauf hin, dass wir doch bitte leise sein sollten, wenn wir wirklich Tiere sehen wollen. Nachdem wir Spuren gelesen haben und Kot gefolgt sind, haben wir tatsächlich riesige Elefanten gesehen. Das faszinierende daran war, dass Elefanten eigentlich gar nicht grau sind, sondern schwarz. Diese Giganten sind wirklich ausgefuchst, sie schmieren sich mit Schlamm ein beim Baden, um sich vor der Sonne zu schützen und dann trocknet der Schlamm und lässt sie grau aussehen. Wir haben noch ganz viele verschiedene Antilopenarten, Vögel, Warzenschweine und andere Tiere gesehen.Löwen sind wohl auch in dem Nationalpark zuhause, jedoch wurden sie schon einige Zeit nicht mehr gesehen. Nach der Walkingtour waren wir erschöpft und haben uns erstmal eine Auszeit im Restaurant gegönnt, wo wir nebenbei den Elefanten beim Baden am Wasserloch zusehen konnten.  Am Nachmittag haben wir dann unseren Fahrer vom Jeep angerufen und haben unsere Driving Tour durch den Park begonnen. Wir hatten ein rießiges Glück, denn die Krokodile waren zu sehen. Als wir dann einige Fotoshootings gemacht haben, bekamen wir das wohl beste Spektakel zu sehen. Ein Krokodil hat sich wieder ins Wasser begeben und sich einen Fisch oder Vogel gefangen. Das hat die anderen Krokodile aufmerksam gemacht und plötzlich sieht man überall im See Krokodil Augen bzw. Nasen auftauchen und in Richtung des Krokodils schwimmen. Das war ziemlich gruselig, denn wir hätten niemals bemerkt, dass ca. 3 Meter neben uns ein Krokodil relaxt hat. :D Als alle Krokodile zusammen gekommen sind gab es einen Krokodil Kampf- sehr faszinierend!  Dann sind wir wieder zu unserem Jeep zurück und weiter durch die unendlichen Weiten gefahren. Da die Zeit aber leider nur begrenzt ist, mussten wir auch bald wieder zurück fahren.  Obwohl Ghana leider nicht so eine große Artenvielfalt an Tieren hat wie z.B. Kenia, haben wir trotzdem viele exotische Tiere gesehen.  In unseren nächsten Ferien werden wir dann einen Hippe-reservat besuchen, worauf ich mich auch schon sehr freue! Dann ging es wieder nach Hause und wir sind wieder nach einer kalten Eimerdusche ins Bett gefallen, denn der nächste Tag startete schon um 3 Uhr in der Nacht. An dem Tag hatten wir uns vorgenommen wieder zurück in den Süden zu fahren. Da aber vom Mole Nationalpark nur entweder sehr früh morgens oder spät abends ein Bus fährt, hatten wir keine andere Wahl. Den ganzen Tag haben wir dann damit verbracht zu warten, dass unser Bus nach Accra fährt. Wir sind wieder über die Nacht gefahren und deshalb war die Fahrt ganz entspannt. Aber das hieß noch lange nicht, dass das das Ende unserer Reise ist- Nein! Von Accra ging es dann nach Cape Coast zu einem Botel, an einem See voller Krokodile! Dort angekommen haben wir erstmal die Krokodile gefüttert, damit sie nachher nicht uns fressen wollen.  Auf einer kleinen Insel im See kamen die Krokodile dann an Land. Mit einer Mitarbeiterin des Botels haben wir uns dann zu dem Krokodil getraut und es sogar angefasst!! Das war so ein gruseliges Gefühl, denn das Krokodil öffnete gerade als ich es angefasst habe sein Maul und machte ein Geräusch! :D Aber das Gefühl diesen Exot anzufassen war sehr komisch, denn es war irgendwie hart, aber doch weich. Als dann die Big Mama, die über einige Meter lang ist, kam, haben wir doch ein etwas mulmiges Gefühl bekommen und sind gegangen. Nach einer kühlen Sprite endete dann unser wirklich stressiger, aber wunderschöner Trip zum Nationalpark und zu den Krokodilen. Dann wollten wir einfach nur noch heim und eine Dusche genießen und den Schlaf von einigen Tagen nachholen. Daheim angekommen mussten wir erstmal feststellen, dass kein Wasser da ist. Als wir nach Wasser fragten, hieß es, dass wegen der schon ziemlich langen Trockenzeit, kein Wasser in ganz Ojobi vorhanden ist. Das nächste Wasser sei einige Kilometer entfernt an einem Bohrloch. D.h. um an Wasser zu kommen laufen unsere Gastbrüder die letzten Tage schon um 5 Uhr los, dass sie um 7 Uhr wieder zu Hause sind, um sich für die Schule fertig zu machen. Die nächste Zeit müssen wir wohl noch etwas sparsamer mit dem Wasser umgehen, als sowieso schon. Da mich schon einige Interessenten wegen meines Zeitungsartikels angesprochen haben, werde ich bis zur nächsten Woche einen Blog schreiben, wie der weitere Verlauf des Schulaufbaus aussehen soll! Vielen Dank für Ihr Interesse! 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christiane Neber (Mittwoch, 27 Februar 2013 15:46)

    Hallo Alida,
    ein Erlebnis reiht sich an ein anderes.
    Bin gespannt, was Du das nächste Mal schreibst.

    Liebe Grüße aus der Heimat, in der hoffentlich bald Frühling ist.

    Christiane Neber

  • #2

    Ein ungenannter Spender (Samstag, 02 März 2013 09:32)

    Sehr schöne Berichte, sehr informativ, machen Sie weiter so, gäbe es mehr solcher Leute, wäre die Welt und deren Bewohner in einem besseren Zustand.

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