Mi

24

Apr

2013

Weiterbau der Schule!

An dem Wochenende vom 6.-7. April fingen also die Bauarbeiten an!
Eigentlich hatten wir geplant, dass wir zwischen unserem Grundstück und dessen unserer Nachbarn einen Pfad durch das Gebüsch mit einem großen Bulldog machen.
Das hat aber leider nicht so funktioniert wie wir uns das vorgestellt hatten, denn die sehr professionelle, selbstgelegte Stromleitung war im Weg und so mussten wir einen anderen Weg finden.
Also haben wir auf sehr großen Umwegen endlich einen Weg zur Schule durch den Busch freigemacht.
Das Ganze war - wie immer - im Dorf ein riesiges Spektakel und jedes Kind aus dem Dorf ist nebenher oder drumherum gerannt.

Und in dem platt gemachten Gestrüpp haben wir nicht nur Schlangen und anderes Ungeziefer gefunden, sondern auch noch ganz andere Sachen. ;)

Gegen Abend sind dann die ersten Ladungen Sand mit dem großen LKW eingetroffen.
Die Arbeiter und mein Gastvater haben die ganze Nacht durchgearbeitet und viele weitere Ladungen geholt und zur Schule gebracht.
Am nächsten Morgen war fast gar nichts mehr von der Schule, geschweige denn vom Fundament zu sehen, weil alles mit Erde zugeschüttet wurde. :D

Die nächsten Tage arbeiteten die Arbeiter wieder Stunde um Stunde in den prallen (Mittags)-Sonne und haben das Fundament freigelegt und gefüllt.
Selbst die Schüler halfen zwischen ihren Examen (es war nämlich die letzte Schulwoche, in der generell 2-4 Examen am Tag geschrieben werden) Steine wegzutragen oder die Jungs sogar den Arbeitern Schubkarren zu füllen.
Sogar die Mädchen wurden zur Arbeit herangezogen um Steine zu tragen, obwohl ihnen das nicht so gefallen hat, sich schmutzig zu machen.
Aber trotzdem ist dieses Engagement hier sehr bewundernswert, denn selbst die kleinen Kindergartenkinder wollten mit anpacken.
Ich habe Ophelia, meiner Gastmutter, mittags geholfen das Essen für die Arbeiter zuzubereiten.
Dass die Regenzeit so langsam wieder beginnt, ist ganz praktisch, denn wenn es regnet wird die Erde im Fundament noch mal gedrückt und so können wir wieder neu auffüllen, da sonst am Ende das Fundament einreißen könnte, laut Rede meines Gastvaters.
In das Fundament muss besonders viel Arbeit rein gesteckt werden, denn wenn man das verpfuscht, dann brauchen wir gar nicht weiter machen, sagte er. :D

Aber Geoffrey ist der, der die meiste Zeit und Geduld in den Aufbau steckt.
Ich finde es richtig bewundernswert, was dieser Mann alles macht:
Morgens beginnt die Schule um 6 Uhr für ihn, davor sitzt er meistens schon seit 3 oder 4 Uhr Nachts in seinem Büro und kalkuliert und berechnet, wie wir am billigsten unser Material bekommen, da es leider von Tag zu Tag teuerer wird. Letzte Woche kostete der Sack Zement noch 17 Ghana Cedi, heute schon 18 Ghana Cedi…
Nachdem die Schule um 16 Uhr fertig ist, hilft er dann den Arbeitern noch beim Fundament oder Steine zu machen und um 19 Uhr ist wieder die Abendklasse bis 21 Uhr.
Auch ich werde langsam wieder fit und kann ebenfalls mithelfen.
Gerade war ich bei der deutschen Botschaftsärztin, die festgestellt hat, dass sich ungebetene Gäste in meinem Dünndarm rumtreiben, die ich mir wohl von kontaminiertem Trinkwasser geholt habe.
Aber durch die Medikamente, die ich bekommen habe, sollte es nun wieder bergauf gehen.
J

Am Samstag bin ich auf die Verlobungsfeier von dem Zwillingsbruder meines Gastvaters eingeladen, worauf ich mich schon freue! - Die erste richtige, große ghanaische Feier! J

 

Ich hoffe, ich werde schon bald wieder über Fortschritte im Weiterbau berichten können.
Bis bald!

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