Do

20

Sep

2012

Erste Eindrücke von meinem Zuhause

Seit Montag lebe ich nun mit Marlen, meiner Projektpartnerin, in unserer Gastfamilie.
Die Gastfamilie ist wirklich nett, wobei es ziemlich schwer ist bei den Familienverhältnissen durchzublicken.

Unser Zimmer in dem wir leben ist sehr sparsam eingerichtet, wir haben jeder eine Matratze, d.h. wir schlafen auf dem Boden und eine Stange an der Wand, an der wir unsere Kleidung aufhängen können.
Ein Glück haben uns unsere Vorgängerinnen zwei Plastiktische da gelassen, dass wir wenigstens unsere Kleidung irgendwie auspacken können.
Nach drei Tagen haben wir endlich alles aufgebaut, umgeräumt und vor allem aufgeräumt!
Die Verhältnisse hier, in denen wir leben sind wirklich sehr arm.
Da wir direkt an der Schule wohnen, ist hier von Ruhe keine Rede.

Ab 5 Uhr morgens laufen hier so viele Leute rum, die auch in dem Haus hier ein und aus gehen, so dass wir beschlossen haben immer unser Zimmer abzuschließen!

Die Toilette hier ist das absolute Grauen, denn diese wird auch von allen möglichen Leuten benutzt und sieht dementsprechend aus und da es kein fließendes Wasser gibt ist das mit dem Spülen ebenfalls eine heikle Sache!

Die ersten Tage hier waren wirklich sehr hart für mich und obwohl ich sonst ziemlich viel ertragen kann, bin ich doch sehr an meine Grenzen gestoßen und fühle mich unwohl. Ich hoffe das ändert sich und ich lebe mich schnell ein.

Ein Lob für meine Gastmutter, die wirklich sehr gut kocht und das afrikanische Essen hier ist richtig gut. J
Ab nächsten Montag werden wir dann in unser Projekt kommen und vorerst Kunst unterrichten. Alles weitere bespricht unser Gastvater Geoffrey noch mit uns.
Hier auf dem Hof laufen wie gesagt alle Schulkinder rum und nicht nur das, ebenfalls andere Familien die hier wohnen und alle möglichen Tiere wie Hühner, Ziegen, Hund und Katzen.

Der Strand der nur 15 min weg ist, ist ein Traum- unberührt, ohne Tourismus und richtig weißer Sand mit Palmen!
Am Wochenende wollen Marlen und ich unsere ersten Versuche starten mit den Tro-Tros und Taxis in die Stadt Agona Swedru zu kommen, um dort unsere Freunde zu treffen.

Da der Strom schon wieder ausgefallen ist und mein Akku gleich leer ist muss ich jetzt aufhören zu schreiben.

Ein Mittagsschlaf tut auch gut, da ich heute um 5 Uhr von Nachbarn geweckt wurde, die ohne Pause, um mal Luft zu holen, schreiend auf dem Boden lagen und beteten.

 

Take care!

 

 

 

Zenas- mein kleiner Gastbruder
Zenas- mein kleiner Gastbruder

Kommentar schreiben

Kommentare: 1

  • #1

    Robert Bock (Freitag, 21 September 2012 18:19)

    Hallo Alida,
    ich verfolge Dein Projekt mit großem Interesse. Dazu gehört viel Mut.
    mein Respekt. Du hast mittlerweile ja auch schon erfahren warum.
    2-3 Tage gehen solche Verhältnisse für Menschen die so aufgewachsen sind wie wir. Du aber hast Dich entschlossen für längere Zeit in Afrika Deinen "Dienst zu tun". Schon beim Flug ist ja nicht alles so glatt gelaufen. Ich wünsche Dir ein ordentliches Maß an Durchstehvermögen und die Gabe, jeden neuen Tag mit ein wenig Gelassenheit zu beginnen. Das hilft hoffentlich sich auf die neue Situation einzustellen. Sehe das Positive. Viel Spaß, trotz den Gegebenheiten. Robert aus Immenstadt

  • loading

Aktuelle Blog´s

Hier können Sie die letzten 10 Blog´s anklicken, alle vorherigen finden Sie auf der Seite "Blog´s" und natürlich auch die Aktuellen.